Freitag, 16. Juni 2017

"Jetzt fängt unser Leben richtig an"

Das habe ich vor kurzem eine Abiturientin sagen gehört und ich musste unweigerlich darüber lächeln. Denn nach 5 Jahren Studium und kurz vor dem Masterabschluss habe ich gerade manchmal den selben Gedanken. Allerdings mit etwas weniger Euphorie, sondern eher ein bisschen Melancholie. Denn plötzlich hört sich der Satz „Das Studium ist die schönste Zeit im Leben.“ irgendwie furchtbar an. Natürlich freue ich mich darauf, mein Wissen hoffentlich bald irgendwo anwenden zu können und vor allem auf einen halbwegs festen Wohnsitz ohne ständiges pendeln. Aber da wartet auch eine Menge Verantwortung, Erwachsen sein, Vernunft, Alltag. Bisher hatte ich immer das Gefühl, ganz gut in meine Altersklasse zu passen und vielen Erwartungen gerecht zu werden. Aber wie ist man mit 24? Da gibt es zum einen solche, die gerade erst ihren Bachelor abgeschlossen haben und ihre 3. Weltreise machen und dann zum anderen solche, die schon seit Jahren einen festen Job und bald ihr zweites Kind haben. Irgendwie ist dieses Alter nicht greifbar und vielleicht muss es das auch nicht sein. Es ist einfach seltsam und gleichzeitig unglaublich spannend zu wissen, dass sich mein Leben in den nächsten Monaten komplett verändern wird und ich keinen Schimmer habe, was ich Ende dieses Jahres tun werde, wo ich wohne und welche Personen dann noch Teil meines Lebens sein werden. Ich habe inzwischen gelernt, dass Veränderungen meistens viel Gutes hervorbringen und vielleicht macht mir auch eher der Gedanke Angst, dass es womöglich die letzte Veränderung dieses Ausmaßes für mich sein wird. Aber wer weiß das schon?

Ich habe übrigens schon lange einen Instagramaccount, den ich gerade wiederbelebe. Vielleicht habt ihr ja Lust mal vorbeizuschauen

Montag, 28. Dezember 2015

Stille Nacht

Ich drängle mich zwischen einem der Drei Weisen und ein paar Kurrendekindern hindurch, schleiche die enge Treppe neben der Orgel hinunter, grüße kurz einen Engel mit gelockten Haaren und erreiche endlich den Hinterausgang der Kirche. Mein Kreislauf hat mir mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht und mich die alljährliche Christmette kein bisschen genießen lassen. Ich sauge die frische, kühle Luft in mich auf und spüre, wie mein Kopf langsam wieder klar und ruhig wird. Ich laufe eine Runde über den traditionell geschmückten Marktplatz und lasse all die Anspannung und die Erwartungen der letzten Tage von mir abfallen. Ich genieße die Stille der Nacht, in der kein Mensch außer mir unterwegs zu sein scheint.
Als ich wieder in Richtung Kirche gehe, fühle ich mich wie eine weitgereiste Fremde, die an Heiligabend ganz allein in meinem kleinen Heimatdorf ankommt. Das alte Gebäude strahlt eine Festlichkeit und Wärme aus, die sich auf mich überträgt. Und als die Gemeinde dann beginnt, "Stille Nacht" zu singen, breitet sich in mir ein Gefühl von Frieden aus, das mich im Inneren der Kirche an diesem Abend nicht erreicht hätte. Ich lausche der schönen Melodie, beobachte die vom Vollmond hell beleuchteten Wolken und schwanke zwischen dem Wunsch, dieser Gemeinschaft wieder zuzugehören und dem Gefühl, diesen Zauber nicht stören zu wollen. Mit dem letzten Orgelton meines Lieblingsweihnachtliedes laufe ich langsam nach Hause. Und obwohl mein Glaube in den letzten Jahren immer schwächer geworden ist, bin ich dankbar für solche Momente und die Art und Weise, in der er mich geprägt hat.


Mittwoch, 23. September 2015

Selam!

Ich stehe mit meinem selbstgebackenen Kuchen vor dem Flüchtlingsheim. Ich bin aufgeregt, weiß nicht genau wo ich hin muss. Vor dem Eingang stehen rauchende, dunkelhäutige Männer in den Dreißigern und mustern mich. Ich hole tief Luft und spreche den erstbesten an. „Ist hier der Kaffee-Treff? Kuchen?“ Ich zeige auf meine Tüte.

Zehn Minuten später habe ich Mattheus, ein vier Wochen altes, eritreisches Baby auf dem Arm. Sämtliche Anspannung ist wie weggeblasen und ich strahle in die Augen der stolzen Eltern zurück. Ich bin glücklich, dass mich all die Zweifel, Vorurteile und ein bisschen Angst nicht davon abgebracht haben hierher-zukommen. 
 
Beim Kaffeetrinken auf dem Hof lerne ich Mallake und Brehan kennen und es ist genau so wie ich es mir vorgestellt hatte. Sie erzählen von ihrem Weg nach Europa und dem Leben in ihrem Heimatland, sie können kaum glauben, dass ich nur einen Bruder habe und schon 15 Jahre lang „zur Schule“ gehe, sie sind neugierig, lachen, essen Kuchen und machen mir große Lust darauf, bald wiederzukommen. Zum Deutschkurs, zum Kaffeetrinken und zum besseren Kennenlernen. 
Selam! (Tirginisch) - Hallo!

Donnerstag, 13. August 2015

Sommerabend

Ich liege auf der Straße.
Das habe ich schon lange nicht mehr gemacht.
Und ich habe Inlineskates an meinen Füßen.
Das hatte ich auch schon lange nicht mehr. 
Der Himmel über mir sieht aus, als hätte jemand Heidelbeeren
in Milch zerdrückt und noch nicht richtig umgerührt.
Überall um mich herum zirpen Grillen und erinnern
mich an die Italienurlaube in meiner Kindheit.
Der warme Asphalt zeugt von der Hitze des Tages und
die Luft fühlt sich an, als könnte man sich darin auflösen.
Und ich versinke vollkommen in diesem Augenblick,
denke weder an gestern noch an morgen. 

Im Sommer erscheint mir jeder Abend in
geschlossenen Räumen als reine Verschwendung.



Mittwoch, 12. August 2015

Mix it!

Vor zweieinhalb Jahren habe ich euch von meinem allerersten Grünen Smoothie berichtet. Seitdem träume ich von einem Mixer, der die Zellwände der grünen Blätter (im Gegensatz zu meinem altersschwachen Pürierstab) wirklich aufschließt und ein wunderbar samtiges Mundgefühl erzeugt. Eine Sammelpunkteaktion hat mir diesen Wunsch jetzt endlich erfüllt. =)
Grüne Smoohties sind super, weil der Körper durch den Zellaufschluss eine Menge Vitamine, Mineralstoffe, Phytamine etc. aufnehmen kann, die normalerweise nicht ausreichend verwertet werden. Angeblich steigen dadurch Leistungsfähigkeit, Konzentration und Abwehrkräfte, in vielen Büchern werden Smoothies zum Allheilmittel erklärt. 
Mir macht es einfach Spaß, immer neue Zutaten auszuprobieren. Vor allem, weil sich auch Wildkräuter und die Blätter vieler Bäume und Sträucher eignen. Und natürlich dürfen für den Geschmack leckere Früchte wie Bananen, Beeren oder Mangos nicht fehlen. Lässt sich auch super mit zur Arbeit nehmen. ;)



Bilder 1 + 2: Himbeerblätter, Romanaherzen, Banane, Nektarine, Pflaumen, Basilikum
Bild 3: Rucola, Banane, verschiedene Kräuter, Ingwer, Leinsamen

Sonntag, 9. August 2015

Old School

Wann hast du das letzte Mal ein Foto mit einer analogen Kamera gemacht? Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich von der "Cheap Camera Challenge" meiner Uni hörte und habe entschieden, dass das schon viel zu lange her ist. Mit einer Einwegkamera aus der Drogerie sollten 27 Fotos geschossen und dabei die eingeschränkten technischen Möglichkeiten bestmöglich genutzt werden.
Die größte Schwierigkeit lag wohl darin, mithilfe des sehr einfachen Suchers den gewünschten Bildausschnitt festzulegen und die Lichtverhältnisse richtig einzuschätzen. In jedem Fall hat es viel Spaß gemacht mal wieder ohne Vorschaufunktion einfach ins Blaue zu fotografieren, gespannt darauf zu warten, auf wie vielen der Fotos nach dem Entwickeln überhaupt etwas zu sehen sein würde und sich an das ursprüngliche Prinzip der Fotografie zu erinnern.




Donnerstag, 9. Juli 2015

Share it!

Seit Anfang Juni wird der Lebensmittelverschwendung endlich auch in Freiberg der Kampf angesagt. In einer offiziellen Foodsharing-Gruppe können nicht mehr benötigte Lebensmittel verteilt oder der Überschuss aus kooperierenden Märkten und Unternehmen abgeholt werden.

Gestern haben wir mit freundlicher Unterstützung der Chemnitzer Foodsharer und der AG Umwelt ein Kennenlern-Grillen veranstaltet und die Resonanz war großartig. Es hat sehr viel Spaß gemacht mit den verschiedensten Leuten ins Gespräch zu kommen und so einige Missverständnisse und Vorurteile über die Organisation aus dem Weg zu räumen. Und nebenbei gab es natürlich leckere gerettete Lebensmittel. ;)



Freitag, 3. Juli 2015

Federleicht

Nach der Arbeit spontan die Fahrräder schnappen und mit dem Liebsten an den Badeteich fahren. Völlig erschöpft dort ankommen, im eiskalten Wasser abkühlen und danach geschafft aber glücklich in der Sonne liegen und zuckersüße Honigmelone genießen. Und plötzlich ist sie wieder da - die Unbeschwertheit und Sorglosigkeit, die ich so lange vermisst habe. 

Gestern haben wir Abendessen und Wein eingepackt und sind ein Stückchen weiter an einen Steinbruch gefahren. 


Das Klischee vom faulen Studenten hält sich immernoch hartnäckig, aber tatsächlich kann ich in diesem Jahr, in dem ich „einfach nur“ für 8 Stunden arbeiten muss, den Sommer das erste Mal seit Studienbeginn in vollen Zügen genießen.

Ich wünsche euch für die nächsten Monate eine Menge Sonne, leckeres Eis, entspannte Grillabende und ganz viel Zeit für Badeausflüge und Fahrradtouren. 

Donnerstag, 21. Mai 2015

grün - gratis - großartig!


Als ich vor einem Jahr meine erste "Schrot&Korn"-Ausgabe in den Händen hielt, staunte ich nicht schlecht. Schon auf der Titelseite wurden genau die Themen angesprochen, die mich in den vorangegangenen Wochen beschäftigt hatten: das Freihandelsabkommen TTIP, Fairtrade-Kleidung, die richtige Balance zwischen Arbeit und Freizeit und dann auch noch leckere Grillrezepte! ;)
Die Zeitschrift gibt es kostenlos in den meisten Bioläden und ich freue mich auch jetzt noch jeden Monat darauf, mir eine neue Ausgabe abzuholen. Obwohl mir manche Artikel und empfohlenen Lebensmittel doch ein bisschen zu Öko-Bio-fanatisch sind, machen die Berichte und Rezepte einfach nur Lust auf gesundes Essen und eine verantwortungsvolle Lebensweise.

In der Mai-Ausgabe geht es zum Beispiel um antibiotikaresistente Keime und die Versauerung der Ozeane, aber auch darum, wie man Spargel mit Erdbeeren kombiniert und was man mit Oliven so alles anstellen kann - absolut empfehlenswert! =)

Freitag, 21. März 2014

Gesund?

Es gibt unzählige Dokumentationen und Ratgeber über Ernährung und sie widersprechen sich alle. Aber ich finde uns sollte diese Fülle an Informationen nicht abschrecken, sondern zum selbst Nachdenken anregen. Dieser Beitrag enthält einige Aussagen, die ich nun schon aus vielen Richtungen gehört habe und macht einfach nur Lust auf gesundes Essen (wie auch immer man das nun definiert).





Dienstag, 18. März 2014

Verloren (und wiedergefunden)


Gerade bin ich ziemlich froh, dass mein Blog nie auf ein bestimmtes Thema zugeschnitten war. Denn im Grunde schreibt doch jeder über das, was ihn gerade beschäftigt, bewegt, begeistert und es ist interessant zurückzuverfolgen, wie sich diese Schwerpunkte in den letzten zwei Jahren verlagert haben.
Ich bin gespannt auf alles was kommt. =)

Die Fotografie wird mich wohl noch eine Weile begleiten. ;)

Dienstag, 11. März 2014

Fisch verliebt - Der Marine Stewardship Council


Vielleicht habt ihr auch gerade das ein oder andere Fischprodukt in eurem Tiefkühlfach und vielleicht achtet ihr wie ich gern auf das MSC-Gütesiegel. Der
"Marine Stewardship Council" verspricht Fisch aus nachhaltiger Fischerei und vollkommene Transparenz. Aber irgendwie hat es mich misstrauisch gemacht, dass so viele Marken das Siegel tragen und die Produkte nicht merklich teurer sind als andere und habe ein bisschen nachgeforscht.

Das Hauptziel der Organisation ist es, unsere Weltmeere vor Überfischung zu schützen. Und das ist wirklich nötig, denn heute ist etwa ein Viertel der weltweiten Fischbestände überfischt oder erschöpft, in Europa sind es sogar 75 % [1], [2]. Deswegen zertifiziert der MSC ausgewählte Fischereien, die regelmäßig von Exper- ten auf nachhaltigen Fischfang geprüft werden. Am meisten hat mich beeindruckt, dass man den Trans- portweg des gekauften Fisches angeblich bis ins Detail nachvollziehen und auf der Website erfahren kann, wann, wo und von wem der Fisch gefangen, umgelagert und verpackt wurde.
Mein erster Weg führte mich also auf die Internetseite der Organisation. Diese erschien mir auf den ersten Blick nicht allzu übersichtlich, das Werbevideo mit emotionaler Musik, wenigen Informationen und schwammigen Formulierungen wirkte auf mich nicht sehr objektiv und von Fanginformationen über den Fisch in meinen Knuspertaschen war keine Spur. Außerdem hatte ich einen Videobeitrag von Frontal 21 gesehen, in dem kritisiert wurde, dass der MSC hauptsächlich kommerzielle Absichten hätte und auch bedrohte Fischarten zertifizieren würde. Enttäuscht verfasste ich eine E-Mail, um der Organisation meine Kritik und Fragen mitzuteilen. Die erwartete automatische Antwort mit kurzem Verweis auf die Website erhielt ich nicht, stattdessen nach einigen Wochen eine sechsseitige, persönliche und genau auf meine Fragen zugeschnittene E-Mail einer freundlichen Mitarbeiterin. Damit hatte ich nicht gerechnet. 

Es wird darin erklärt, dass nur der MSC vollständige Einsicht in die Fanginformationen hat und es aufgrund der Datenmengen noch nicht möglich ist, diese einfach per Trackingcode für den Verbaucher zugänglich zu machen. Mit etwas Geduld kann man aber über Hersteller, Fischart und Fischerei doch an einige Informationen gelangen. Der Anbieter ist in jedem Fall nicht verpflichtet, alle Angaben auf der Verpackung abzudrucken. Ich selbst habe auf dem Stempel manchmal nur das grobe Fanggebiet, manchmal aber auch ausführliche Informationen zum Fangschiff oder Anlandehafen gefunden. Falls nur die Nummer des FAO-Fanggebietes (FAO = Welternährungsorganisation) angegeben ist, wurde ich auf die Website "Fischbestände online" verwiesen. Vielen Aussagen im oben erwähnten Video von Frontal 21 wurde ausdrücklich widersprochen und es wird auch auf der Website immer wieder betont, dass der MSC bereits viele positive Entwicklungen bewirkt hat. Ob die Richtlinien der Organisation nun ausreichend streng sind kann ich als Laie natürlich schlecht beurteilen.

Fazit: Wie immer heißt die Devise: selbst Gedanken machen, sich eine Meinung bilden und nicht blind Organisationen oder Werbung vertrauen. Im Hinblick auf die katastrophalen Zustände in der Massentier- haltung ist Seefisch für mich eine gute Alternative und ich halte es für sinnvoll, als Käufer zumindest den Willen zur Verbesserung zu unterstützen. Ich werde weiterhin eher Fisch mit als ohne MSC-Siegel kaufen. Uns sollte nur bewusst sein, dass wir damit höchstens der Überfischung entgegen wirken, nicht jedoch dem Einsatz bestimmter Fangmethoden (Problem Grundschleppnetze), dem hohen Beifang bedrohter Meeres- lebewesen und der Zerstörung von Biotopen.

Natürlich ist ein Blogartikel mal wieder viel zu kurz um alle wichtigen Informationen unterzubringen. Bei weiterem Interesse empfehle ich die FAQ und den Artikel zur Glaubwürdigkeit der MSC-Website und würde mich über Fragen und Meinungen freuen =)


Quellen: 
[4] persönliche E-Mail von Katharina Bunk

Sonntag, 19. Januar 2014

Wir haben es satt!


Als einer von 30.000 Menschen habe ich gestern in Berlin gegen die Agrarindustrie in Deutschland protestiert. Ich habe erlebt, dass dort nicht Hippies und naive Mädchen, denen die süßen Tiere leid tun, auf die Straße gehen, sondern Bauern, die um ihre Existenz kämpfen, weil sie mit den von der Regierung geförderten Massenzuchten nicht mithalten können und junge wie alte Menschen mit begründeter Angst um ihre Gesundheit, die die aktuellen Entwicklungen einfach satt haben.


Kritisiert wurden beispielsweise:
- der exzessive Einsatz von Antibiotika und Hormonen in der
  Massentierhaltung, der auch für Mensch und Umwelt schwer-
  wiegende Folgen hat
- das transatlantische Freihandelsabkommen "TTIP" zwischen der
  EU und den USA, wodurch Gentechnik und  der Privatisierung von
  Allgemeingut die Tür geöffnet wird
- der geplante Neubau von zahlreichen Agrarfabriken
- das sogenannte Landgrabbing, wodurch Bauern in Entwicklungs-
  ländern das letzte Stück Anbaufläche genommen wird, um Tier-
  futter für Europa herzustellen
- und vieles mehr

 
Ganz nebenbei gab es natürlich tolle neue Bekanntschaften, inspirierende Gespräche und jede Menge Infos. Für die Fahrt nach Berlin wurden in vielen Städten Busse und Mitfahrgelegenheiten angeboten. Für Freiberger Studenten war die Anreise sogar kostenlos =)

2014 waren es schon 10.000 Demonstranten mehr als in den vergangenen Jahren.
Seid ihr beim nächsten mal auch dabei?

Dienstag, 14. Januar 2014

Verantwortung

 
Auf unserer Erde läuft so einiges schief.
 
Die eine Hälfte verhungert, leidet aber trotzdem unter pestizidverseuchter Natur und Schwerstarbeit, um Nahrung für die andere Hälfte zu produzieren, die ihrerseits an Übergewicht und Langeweile zugrunde geht. Diese kauft massenhaft Technik und billige Kleidung, welche wiederum von der ersten Hälfte unter unwürdigen Bedingungen hergestellt wird.

Viele wissen das und viele sagen: Die Regierung muss etwas ändern! Immerhin ist sie es, die Massentier-haltung subventioniert und solche Handelsverträge zulässt.
Ich sehe das nicht so. Immerhin genießen wir gern die Vorzüge der Marktwirtschaft, aber dann sollten wir sie auch bewusst einsetzen. Denn bei uns regelt nun einmal die Nachfrage das Angebot und solange wir Produkte kaufen wird der Hersteller auch ein Schlupfloch finden, um diese herzustellen.


Ich habe mir in der letzten Zeit viele Gedanken über einen verantwortungsbewussten Lebensstil gemacht und mir einiges überlegt, wie man diesen ganz einfach in den Alltag integrieren kann.
Habt ihr auch Lust? Vielleicht kann ich auf meinem Blog in Zukunft ja die ein oder andere Idee mit euch teilen.

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Weihnachten im Schuhkarton 2013

Wie auch schon im letzten Jahr möchte ich euch gerne rechtzeitig an meine Lieblingsspendenaktion erinnern - Schenkt einem bedürftigen Kind in Osteuropa oder Asien das erste Weihnachtsgeschenk seines Lebens, das Gefühl wertvoll zu sein und eine neue Zukunftsperspektive!
Noch bis zum 15. November könnt ihr eure Schuhkartons abgeben. Für weitere Informationen, Geschenkideen und Eindrücke möchte ich euch meine Posts vom letzten Jahr und die offizielle Website zur Aktion ans Herz legen. Hinterlasst mir gern Fotos von euren gepackten Geschenken oder den Link zu eurem Blogpost, falls ihr ebenfalls berichtet. Vielleicht werde ich demnächst alle Teilnehmer verlinken und auch eure Schuhkartons vorstellen.





Sonntag, 20. Oktober 2013

Wie ein Kind, das im Augenblick ertrinkt


Ich traure um die, die nicht mehr sehen
wie Wunder geschehen
Ich traure um die, die Glück nicht mehr finden
weil Anmut und Stille verschwinden

Ich hoff, dass euch die Demut findet
und ihr huldvoll ein Liebeslied singt

Ich wünsch euch, dass ihr wieder staunen lernt
wie ein Kind das im Augenblick ertrinkt
Damit das Ringen um ein besseres Morgen
euch nicht zu viel nimmt
 
Wenn Friede sich sanft zu mir legt
Einen Moment der Ewigkeit erfleht
Zu sein vollkommen erscheint
Weil ein Zauber mich mit der Welt eint

Ein liebes Lied - Die Apokalyptischen Reiter



So eine unfreiwillige Bloggerpause kommt zustande, wenn man plötzlich über Monate keine halbe Stunde Freizeit mehr hatte:
Vollgepackte Prüfungszeit - 1 Woche Alpen - 4 Wochen Betriebspraktikum - 3 Wochen Laborpraktikum - Hausarbeit
Praktikumsberichte - Bewerbung für Bachelorpraktikum - ....
Fazit: Solche Zeiten härten ab und es haben sich eine Menge Ideen angesammelt,
die ich hoffentlich bald mit euch teilen kann. =)


Sonntag, 4. August 2013

La Vena Creativa


La Fotografia
Nach drei Jahren des Grübelns und Zögerns durfte ich sie im April endlich das erste Mal in meinen Händen halten - meine eigene Spiegelreflexkamera. Natürlich komme ich genau jetzt kaum zum Ausprobieren, aber ihr werdet hier sicher noch genügend Fotos zu sehen bekommen ;)



Il Disegno
Wiederentdecktes Kindheitshobby



Il Cucito
Nachwuchsdesignerin? ;) Nach kritischem Probetragen in den eigenen vier Wänden und Zustimmung meiner Lieblingsberaterin (die einfach allem etwas Positives abgewinnen kann) habe ich mich in meinem ersten Nähversuch sogar schon auf eine Grillparty getraut.



La Letteratura 
Ich möchte diesen Post nutzen um einer meiner liebsten und treusten Leserinnen zu danken - Anja aka weltentdeckerin. Sie hat mich auf die Aktion "Eine Stadt. Ein Buch." aufmerksam gemacht, bei der in Wien jedes Jahr 100.000 Exemplare eines ausgewählten Buches gedruckt und kostenlos an die Einwohner verteilt werden. Und was finde ich einige Wochen später in meinem Briefkasten? Eine Ausgabe von Rafik Schamis "Eine Hand voller Sterne". Ich kann es immer noch kaum glauben, dass du es mir wirklich geschickt hast! Vielen Dank noch einmal dafür =)
Der gebürtige Damaszener hat es geschafft mein Bild von Syrien (das vorher hauptsächlich aus Erdöl und Aufständen bestand) durch die Hand eines 14-jährigen komplett auf den Kopf zu stellen und meinen Blick für die kleinen Dinge des Lebens wieder neu zu öffnen.



Ich hoffe sehr, dass ihr hier noch ab und zu vorbei schaut und mir erzählt, wie es euch in den letzten Monaten ergangen ist. Wer kennt Rafik Schami? Wer näht gerne selbst? Schickt mir Bilder von euren Zeichnungen, missbraucht meine Kommentarfunktion als Tagebuch! ;)


La vena creativa - Die kreative Ader, Il Disegno - Das Zeichnen, Il Cucito - Das Nähen, La Letteratura - Die Literatur

Samstag, 27. Juli 2013

Deine Farbe

Es war einmal eine Farbe. Diese Farbe lebte nicht in einem Buntstift oder in einem Herbstblatt, sondern in einem Computerbildschirm. Dort hatte sie viele Geschwister, Millionen von Geschwistern, so viele, dass niemand sich die Mühe machte, jeder einzelnen einen Namen zu geben. Lediglich eine lieblose Zeichenkombination unterschied die eine von der anderen. Und so fristete diese Farbe ihr eintöniges Dasein in Anonymität und Identitätslosigkeit. Bis die Menschen irgendwann begannen, all die Farben für einen guten Zweck und einen Namen zu verkaufen. Und so freuten sich die verschiedenen Nuancen über die ersehnte Aufmerksamkeit und viele kranke und benachteiligte Kinder über den erbrachten Erlös. ;)







"Own a colour" ist eine offizielle Aktion des Unicef. Für einen Mindestbetrag von 1 $ (1,21 €) darf einer der 16,7 Millionen Farben, die unsere Bildschirme darstellen können, ein Name gegeben werden (leider nur Kreditkartenzahlung möglich). Die Einnahmen fließen direkt in die geförderten weltweiten Projekte im Kampf für Kinderrechte - Bildung, Gesundheit, Sicherheit und faire Behandlung.


Mittwoch, 17. Juli 2013

Wie ich ein Fisch wurde




Dereinst im Mai, da hoben sie sich aus den Betten
Die Flüsse der Erde und strömten hinaus
Über das belebte Land, um sich zu retten
Flohen die Menschen zu den Bergen hinaus

Und als die Flüsse so furchtbar erstanden
Schoben Ozeane sich über den Strand
Und schluckten alles was noch vorhanden
Ohn Unterschied das ganze Land

Leben heißt, sich immerfort zu wandeln
Wer am Alten hängt, der wird nicht alt
Ich begann sofort zu handeln
Und das Wasser schien mir nicht mehr kalt

Am Anfang konnten wir noch schwimmen
Doch einer nach dem andern sank hinab
So mancher sang ein Lied und ihre schrillen Stimmen
Folgten den Ersäuften ins nasse Grab

Doch kurz bevor die Kräfte mich verließen
Fiel mir ein, was man mich dereinst gelehrt
Nur wer sich ändert, den wird nicht verdrießen
Die Veränderung, die die Welt erfährt

Meine Arme dehnten sich zu breiten Flossen
Grüne Schuppen wuchsen auf mir ohne Hast
Und als das Wasser mir auch den Mund verschlossen
War ich dem neuen Element angepasst 

                                                                                                                                                              Eric Fish 
                                                                                                                                                              nach einem Gedicht von Günter Kunert


Es gibt sie immer wieder - Lieder, die die eigene Lebenssituation perfekt widerzuspiegeln scheinen. Und keines schafft das für mich derzeit so gut wie Eric Fishs "Wie ich ein Fisch wurde". Veränderung, Anpas- sung, raus aus dem gewohnten Alltag und trotzdem sich selbst nicht verlieren. Doch das alles sollte uns nicht davon abhalten, unseren Leidenschaften nachzugehen - und schon gar nicht vom Bloggen.

to be continued...

Eric Fish - live sehr zu empfehlen!
In welchem Lied findet ihr euch derzeit am besten wieder?

Donnerstag, 21. März 2013

Bed of Roses


Quelle                                                                                                                                                         Quelle



Neue Liebe <3



Hatte eigentlich wirklich jemand daran geglaubt, dass es bei zwei Tumblrn bleibt?
Immerhin muss ich doch irgendwo meine Modeinspirationen sammeln ;)